Samstag, 21. Februar 2026

Bernd Schwarzer mit aktueller Verfilmung

Wie seine Verfilmung zu bewerten ist, überlassen wir anderen. Fakt ist, dass Bernd einer der wichtigsten Künstler unserer europäischen Zeit ist und bleibt.


Typisch für den Kunstmarkt ist es, sich vor allem mit dem Wert der Arbeit zu beschäftigen und deutlich weniger – wenn überhaupt – mit ihrem Inhalt. Genau diese Verschiebung wird in dem Film sichtbar.


Bemerkenswert und zugleich amüsant ist, dass die im Film auftretenden Personen sich offenbar berufen fühlen, Bernd zu sagen, was er tun soll. Dabei liegt die Freiheit des Künstlers gerade darin, Wirklichkeit neu zu denken und sichtbar zu machen. Wenn Bernd sagt, Europa ist eine Scheibe, dann ist das so – denn er kann es malen. Ebenso kann er ein Haus bauen und mit dem Dach beginnen. So einfach ist das.


Europa entwickelt sich weiter, doch selbst die Wiedervereinigung Deutschlands hat in den Köpfen vieler Menschen bis heute keine vollständige innere Entsprechung gefunden. Genau an diesem Spannungsfeld arbeitet Bernds Werk seit langer Zeit – und wird es weiterhin tun. Sein Werk reicht über den Moment hinaus und berührt Fragen von Dauer und Identität.


Was also sollte falsch daran sein, wenn er sich zwischendurch auf anderen Ebenen mit diesen Themen auseinandersetzt? Vielleicht nur, dass sich diese Ebenen nicht unmittelbar in Marktwert übersetzen lassen.


Dass sich selbst Vertreter von Institutionen, Medien und Film scheinbar auf die Seite jener stellen, die glauben zu wissen, was richtig und angemessen ist, wirkt dabei fast paradox – und zugleich bezeichnend.


Bernd bleibt Bernd.



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